Dienstag, 4. Oktober 2016

Immer mehr HF-Störungen...

In den letzten Jahren haben die Störungen auf den Kurzwellenbändern stetig zugenommen. Wir haben immer mehr Schaltnetzteile und elektronische Geräte zuhause, die oft schlecht oder gar nicht entstört sind.
Was kann man dagegen machen??

Entweder man schmeisst den ganzen Elektronikschrott zum Fenster raus, oder man versucht die Störer ausfindig zu machen um sie zu eliminieren.
Doch das ist nur die halbe Miete. Oft kommen die Störungen nicht aus dem eigenem Hause, sondern vom Nachbarn. Hier fängt der Spass richtig an. Der Nachbar hat oft kein Verständnis für das komische Hobby und ist nicht hilfsbereit.

Viele Störungen werden über das Koaxialkabel aufgenommen und zur Antenne geführt. Hier können Mantelwellensperren (Bild) Abhilfe schaffen. Hauptsächlich E-Feld Antennen nehmen Störungen über das Koaxkabel auf.


Die meisten Aktivantennen werden mit einer Fernspeiseweiche geliefert. Diese Weiche ist allermeistens in einem Plastikgehäuse eingebaut. Leider schirmt Plastik nicht gegen HF-Einstrahlung ab. Weil diese Weichen oft unter dem Tisch im Kabel-Wirrwarr sind, kommt es dort zu unerwünschten Stör-Einstrahlungen die dann den Empfang versauen. Das war bei mir der Fall. So habe ich die Fernspeiseweiche, die in einem Plastikgehäuse verbaut war, in ein Aluminiumgehäuse eingebaut. 

Als Beispiel die Weiche der HDLA. Vor und nach.

Etwas, worauf zu wenig geachtet wird, ist das Koaxialkabel.
In unserem Empfangshobby wird allermeistens RG58 verwendet. RG58 ist in der Regel ausreichend gut, was Dämpfung und Abschirmung betrifft. Das war aber vor einigen Jahren!
Heutzutage ist RG58 nicht mehr ausreichend. Vor allem was die Abschirmung betrifft. Mit dem ganzen Elektronikwahn heutzutage, haben wir auch mehr Störstahlung. Diese Störungen müssen nicht mal knattern oder prasseln usw. sein. Es kann auch erhöhtes Rauschen sein! 
Mit dem Einsatz besserer Koaxkabel lässt sich einiges an störendem Rauschen eliminieren. 
So habe ich in der letzten Zeit damit begonnen, alle RG58 Kabel gegen das doppelt abgeschirmte H-155 Koaxialkabel auszutauschen.
Der Effekt ist deutlich hörbar. Wesentlich weniger Rauschen und teils auch weniger Störungen. Das schöne am H-155 Kabel, es hat auch weniger Dämpfung als das RG58.

Bald steht das DX-Camp im Holzerbachtal an. Hierfür habe ich mir extra ein paar Meter H-155 gekauft.
Dennis Walter von Bonito machte mir das beste Angebot für Original Belden H-155 Koaxkabel, fertig konfektioniert mit BNC Stecker von Telegärtner.


Fazit:
Wer diese simplen drei Sachen beachtet, wird sicher mehr Freude an seinem Hobby haben als auch schon. :-)

Kommentare:

  1. Hallo Fernando,
    hier ein Vorschlag wie die ins Metallgehäuse eingebaute HDLA Weiche noch besser werden kann:
    Die kleine Platine um 180 Grad drehen, so dass wowohl für den HF-Signal als auch für die Masse ein kürzestmögliche Verbindung zwischen Buchse und der Platine möglich ist.

    Die derzeitige Verdrahtung um die Platine herum mit offenem Draht verursacht eine Stoßstelle in den erforderlichen 50 Ohm Wellenwiderstand. Mit zunehmender Frequenz wird dadurch die Einfügedämpfung und das VSWR beeinträchtigt.

    Für etwas längere "Umwegleitungen" ist es ratsam, ein Stück RG316 Koaxialkabel zu nehmen, so kann man die Weiche auch noch bis VHF benutzen.

    Grüße
    Günter

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  2. Hallo Günter,

    Danke Dir für die Anmerkung.
    Werde das noch korrigieren.
    In all den Vergleichen die ich mit dieser Weiche gemacht habe, ist mir nie eine Dämpfung oder komisches Verhalten aufgefallen.

    73
    Fernando

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