Sonntag, 9. Oktober 2016

Stampfl Loopverstärker Red Fox → erste Versuche

Endlich hatte ich mal Zeit den Stampfl Loop Verstärker zu probieren.
Ich habe ihn in ein Hensel Gehäuse eingebaut und an der neuen Ultraleicht Loop ausprobiert.


Verglichen habe ich den Stampfl Verstärker mit der Loop12, die an der zweiten Ultraleicht Loop angeschlossen ist. Beide Verstärker haben identische Betriebsbedingungen.



Der erste Prototyp des Stampfl Verstärkers hatte zuviel Verstärkung und produzierte Intermodulationen. Der jetzige Red Fox-Verstärker hat jetzt weniger Verstärkung. Leider etwas zu wenig! Im direkten Vergleich mit der Loop 12, bringt der Stampfl Verstärker etwa 15db zu wenig Signal. Auf die eine Seite wohltuend weil weniger Rauschen da ist, auf die andere Seite ist diese Verstärkervariante für DX nicht geeignet. Wer nicht auf die schwächsten Signale geht, sondern Programmhörer ist, hätte Freude an diesem Verstärker. Er rauscht sehr wenig, was eine richtige Wohltat ist.

Die Fernspeiseweiche bedarf ebenfalls Nachbearbeitung. Ab 500KHz funktioniert sie gut. Unterhalb 500KHz erhöht sich das Rauschen deutlich. 

Man sieht, dass die Entwicklung eines Loopverstärkers alles andere als einfach ist. Es bedarf Geduld und Experimentierfreudigkeit.

Die nächste Variante ist schon in der Mache.

Hier ein paar Empfangs-eindrücke.
Die ersten 5 Sekunden ist die Loop12 zu hören, danach der Red Fox Stampfl Verstärker.




Die Pegelunterschiede bei stärkeren Signalen sind kaum zu hören.
Daher, wer nur Programmhörer ist, könnte sich mit dieser Red Fox- Version sicher anfreunden.
Kontakt zu Heinz Stampfl:
http://www.heinzstampfl.ch/kontakt/




Samstag, 8. Oktober 2016

NetSDR+ mit SDR Console V3 an der Fenu-CrossLoop/RLA4E

Hier habe ich den NetSDR+ mit der jetzt schon famosen Software SDR Console V3 in Betrieb.
Der NetSDR+ lässt keine Wünsche offen. Die SDR Console V3 ist noch in der Entwicklung und hinterlässt schon jetzt einen hervorragenden Eindruck.
Mit der Kreuzloop als Empfangsantenne ein exzellentes Trio.
Einziger Wermutstropfen: Für den Betrieb ist ein Leistungsfähiger Computer mit mindestens 8GB RAM nötig.



Freitag, 7. Oktober 2016

Neue Ultraleicht Loop

Mein Ziel ist es eigentlich, schwere und stabile Loops für die Ewigkeit zu bauen. Am besten alles aus Edelstahl oder Aluminium.
Geht man aber so wie ich ab und zu auf ein DX-Camp, wird es mühsam die grossen und schweren Loops mitzuschleppen. 
Anlässlich dem kommenden DX-Camp im Holzerbachbal bei Solingen, habe ich mir zwei neue Ultraleicht-Loops gebaut. Heisst aber nicht, das diese nicht stabil sind. 
Verwendet habe ich zwei 14mm GFK Röhren, 4x Hydraulikrohrschellen, ein Stück 18mm Edelstahlrohr und ein Stück eines alten Besenstiels. Die Antennenschlaufe besteht aus 3mm Edeldrahtseil mit Augterminalen. 

Die GFK Rohre sind je 150cm Lang und ergeben einen Looopumfang von ca. 430cm.
An den enden der GFK Rohre habe ich als Halter für das Drahtseil ein Stück Edelstahlrohr eingeklebt, das eine 6mm Einkerbung hat, damit das Drahtseil nicht rausrutscht.
Die schwarzen Hydraulikrohrschellen in der Mitte des Loopskreuzes sind mittels Edelstahlgrundplatten miteinander verschweisst und halten das Kreuz fest in Position. Die grünen Hydraulikrohrschellen sind für die Halterung der Drahtenden mit den Augterminals der Loop und für die Halterung des Verstärkergehäuses zuständig.
Das ganze System ist so ausgelegt, das man jeden Loopverstärker anbringen kann. Sei das HDLA, NTi, Loop12 oder Stampfl Verstärker.  Die Loop wird dann in eine Bodenhülse eingesteckt. Fertig. Universeller gehts wohl kaum.
Klar, es würde alles einfacher und vor allem billiger gehen. Das Hobby darf schliesslich auch etwas kosten. :-)










Dienstag, 4. Oktober 2016

Immer mehr HF-Störungen...

In den letzten Jahren haben die Störungen auf den Kurzwellenbändern stetig zugenommen. Wir haben immer mehr Schaltnetzteile und elektronische Geräte zuhause, die oft schlecht oder gar nicht entstört sind.
Was kann man dagegen machen??

Entweder man schmeisst den ganzen Elektronikschrott zum Fenster raus, oder man versucht die Störer ausfindig zu machen um sie zu eliminieren.
Doch das ist nur die halbe Miete. Oft kommen die Störungen nicht aus dem eigenem Hause, sondern vom Nachbarn. Hier fängt der Spass richtig an. Der Nachbar hat oft kein Verständnis für das komische Hobby und ist nicht hilfsbereit.

Viele Störungen werden über das Koaxialkabel aufgenommen und zur Antenne geführt. Hier können Mantelwellensperren (Bild) Abhilfe schaffen. Hauptsächlich E-Feld Antennen nehmen Störungen über das Koaxkabel auf.


Die meisten Aktivantennen werden mit einer Fernspeiseweiche geliefert. Diese Weiche ist allermeistens in einem Plastikgehäuse eingebaut. Leider schirmt Plastik nicht gegen HF-Einstrahlung ab. Weil diese Weichen oft unter dem Tisch im Kabel-Wirrwarr sind, kommt es dort zu unerwünschten Stör-Einstrahlungen die dann den Empfang versauen. Das war bei mir der Fall. So habe ich die Fernspeiseweiche, die in einem Plastikgehäuse verbaut war, in ein Aluminiumgehäuse eingebaut. 

Als Beispiel die Weiche der HDLA. Vor und nach.

Etwas, worauf zu wenig geachtet wird, ist das Koaxialkabel.
In unserem Empfangshobby wird allermeistens RG58 verwendet. RG58 ist in der Regel ausreichend gut, was Dämpfung und Abschirmung betrifft. Das war aber vor einigen Jahren!
Heutzutage ist RG58 nicht mehr ausreichend. Vor allem was die Abschirmung betrifft. Mit dem ganzen Elektronikwahn heutzutage, haben wir auch mehr Störstahlung. Diese Störungen müssen nicht mal knattern oder prasseln usw. sein. Es kann auch erhöhtes Rauschen sein! 
Mit dem Einsatz besserer Koaxkabel lässt sich einiges an störendem Rauschen eliminieren. 
So habe ich in der letzten Zeit damit begonnen, alle RG58 Kabel gegen das doppelt abgeschirmte H-155 Koaxialkabel auszutauschen.
Der Effekt ist deutlich hörbar. Wesentlich weniger Rauschen und teils auch weniger Störungen. Das schöne am H-155 Kabel, es hat auch weniger Dämpfung als das RG58.

Bald steht das DX-Camp im Holzerbachtal an. Hierfür habe ich mir extra ein paar Meter H-155 gekauft.
Dennis Walter von Bonito machte mir das beste Angebot für Original Belden H-155 Koaxkabel, fertig konfektioniert mit BNC Stecker von Telegärtner.


Fazit:
Wer diese simplen drei Sachen beachtet, wird sicher mehr Freude an seinem Hobby haben als auch schon. :-)